Schwimmen fast ins Wasser gefallen

Jule Resselberger siegt beim Kindertriathlon

 
„Genau 20,1 Grad“ meldete Oberkampfrichter Stefan Rothmeier aus Kaufbeuren. Da war es 12 Uhr mittags am Auwaldsee. Gemessen hatte er zuvor an drei verschiedenen Stellen im See in 60 Zentimeter Tiefe. Das Ergebnis: zweimal 20,1 und einmal 20,2 Grad. Mit dieser frohen Botschaft war der Kindertriathlon am Samstag quasi in trockenen Tüchern. Denn mit 19,3 Grad, wie noch in der Früh beim Wettbewerb der Regionalliga, wäre das Schwimmen für die 50 Buben und Mädchen sprichwörtlich ins Wasser gefallen. Beim Kindertriathlon gilt: Unter 20 Grad Wassertemperatur geht gar nichts, „denn die Gesundheit der Kinder hat absoluten Vorrang“, so Rothmeier. Damit musste TVL-Abteilungsleiter Erich Gruber seinen Plan B – einen Duathlon – nicht aus der Tasche ziehen. Ohnehin hatte den ganzen Vormittag die Sonne vom weiß-blauen Himmel gelacht. Moderator Helmut Dorsch aus dem ober-fränkischen Burgkunstadt betätigte sich beim
Einstimmen als Verkehrserzieher: „Ohne Helm, das geht nicht. Weder beim Triathlon noch im Straßenverkehr“, belehrte er die Mädchen und Buben, die sich dann um 13 Uhr in die Fluten stürzten. Bestens observiert von der Wasserwacht, ging es 100 Meter entlang des Seeufers. Dann folgte der Wechsel auf die Räder, um nach 3,2 Kilometern um den See die 400 Meter Laufstrecke zu absolvieren. Jule Resselberger vom TV Lauingen war in 11:31,8 Minuten Schnellste ihrer Altersklasse und Gesamtschnellste. Alle Kinder – bis aus Memmingen, Herrenberg oder Dornstadt angereist – erhielten beim Zieleinlauf am See noch Medaillen. Größere Gruppen kamen aus Dillingen (Bona-Runners, Ju-Jutsukas), Lauingen (DLRG, TVL, FCL) und Harburg (TSV). Auf dem Marktplatz gab es dann für die ersten drei Platzierten jeder Altersklasse einen schönen Pokal aus den Händen von Zweitem Bürgermeister Dietmar Bulling. (GUSH)
Kindertriathlon Bericht